Hexengrunddistanz-Rittbericht

ve zänker mit al may zaraani

Gelungene Premiere im Sattel und auf dem Bock

Erste „Hexengrund-Distanz“ trotzt am Luisenturm dem Wetter-Chaos


Hinter den Teilnehmern und Organisatoren der allerersten Hexengrund-Distanz liegt ein langes Wochenende voller Emotionen, sportlicher Höchstleistungen und unvorhersehbarer Kapriolen der Natur. Bereits am Freitag, dem 19. Juni, reisten die ersten Teilnehmer an, um am idyllischen Luisenturm in Kleinkochberg ihr Quartier zu beziehen. An den beiden darauffolgenden Tagen, dem 20. und 21. Juni, stand die Region dann ganz im Zeichen des Pferdesports. Was als landschaftlich wunderschöne, aber anspruchsvolle Strecke geplant war, entpuppte sich dank des Wetters als echter Härtetest für Mensch und Tier.
Um allen Beteiligten die perfekten Bedingungen zu bieten, hatten die Veranstalter die Ritt-Tage strategisch aufgeteilt: Der Ritt-Samstag gehörte ganz den Langstrecken. So konnten sich die erfahrenen Paare in aller Ruhe auf ihre großen sportlichen Herausforderungen konzentrieren. Am Sonntag lag der Fokus dann auf den Kurzstrecken sowie den Neulingen und Einsteigern. Durch diese Entzerrung war am zweiten Tag für die Debütanten genug Hilfe und Betreuung vor Ort, um die Strecke das allererste Mal erfolgreich und stressfrei zu bewältigen. Ein besonderes Highlight am Sonntag: Auch der Fahrsport kam nicht zu kurz! Drei mutige Gespanne trauten sich auf die Strecke und meisterten bravourös eine anspruchsvolle Fahrdistanz von 21 Kilometern.


Von stürmischen Böen über wolkenbruchartigen Regen bis hin zu drückender Schwüle und plötzlichem, strahlendem Sonnenschein – das Thüringer Wetter hielt am Samstag und Sonntag das gesamte Repertoire bereit, und das oft im Minutentakt. Doch die Teilnehmer ließen sich die Laune nicht verderben. Mit beispiellosem Teamgeist, hervorragendem Tempogefühl und tiefem Vertrauen zu ihren Vierbeinern trotzten sie den Elementen. Das Wohl der Tiere stand zu jeder Zeit an oberster Stelle.
Ein besonderer Dank der Veranstalter gilt dem unermüdlichen Helferteam auf der Strecke und im Lager, den aufmerksamen Daumendrückern sowie dem hochprofessionellen Tierärzteteam. Ohne diesen „Fels in der Brandung“ wäre eine solche logistische Meisterleistung bei einer Erstveranstaltung nicht durchführbar gewesen.


Der sportliche Erfolg des Wochenendes spiegelte sich in strahlenden Gesichtern bei der Siegerehrung wider. Ein ganz besonderer Glückwunsch geht an die Gewinnerin des anspruchsvollen Mehrtagesrittes: Constanze Thieme mit Blika vom Gösseltal. Sie zeigte im Sattel eine absolut hervorragende, taktisch kluge Leistung und sicherte sich hochverdient den Gesamtsieg bei dieser Premiere.


Neben den Platzierungen der verschiedenen Wertungen wartete das Tierärzteteam in diesem Jahr mit einer besonderen Auszeichnung auf: Aufgrund des herausragenden Pflege- und Trainingszustands wurde ein „Best Condition Award“ vergeben. Diese begehrte Auszeichnung ging an Ve Zänker und ihre Stute Al May Zaraani. Das eingespielte Duo absolvierte den kurzen Mehrtagesritt über stolze 85 Kilometer und bewältigte dabei sage und schreibe 3.000 Höhenmeter rund um den Luisenturm. Dass „Al May Zaraani“ die Ziellinie in einer so hervorragenden Verfassung und Top-Wertung überquerte, zeugt von erstklassigem Horsemanship.


Die erste Hexengrund-Distanz war für Reiter und Fahrer ein voller Erfolg. Wir gratulieren allen Siegern und Platzierten herzlich und freuen uns schon jetzt auf die Fortsetzung im nächsten Jahr – dann hoffentlich mit etwas mehr Beistand vom Wettergott!