Nachdem alle von der Strecke in Kraja schwärmten und ich im letzten Jahr dort als Helfer war, wollte ich nun endlich einmal selbst die Berg und Tal-Distanz reiten.
Am Samstag machte ich mich also auf den Weg nach Thüringen. Das Wetter war eher bescheiden, es war nicht besonders warm und nieselte hin und wieder.
Ulrike Trautmann, die Veranstalterin, hatte im Vorfeld gesagt, dass sie 70 Nennungen bekommen hatte, es würde also voll werden auf der Wiese am Sportplatz. Ulrikes Mann Jens wies deshalb alle ankommenden Gespanne so ein, dass es nicht allzu eng werden sollte. Für die Teilnehmer des Stammtischs Göttingen war ein Plätzchen auf dem Geschicklichkeitsparcours reserviert worden.
Am Samstag Nachmittag fand noch ein von Ulrike Pottrick geleiteter Einführungslehrgang statt, der auch gut besucht war.

Die Voruntersuchung begann pünktlich und es ging zügig voran. Bei der Vorbesprechung berichtete Andrea Blum, die die Strecke bereits einmal abgeritten war von der Markierung und der Beschaffenheit der Wege. Die Markierung wurde erklärt und es wurde darauf hingewiesen, dass es eine Schrittstrecke durch den Ort Bleicherode geben würde.
Auf der gesamten Strecke waren mehrere Streckenposten verteilt, die aufpassten, dass die Reiter die Schrittstrecke einhielten und nicht abkürzten.

Abends gab es Leckeres vom Grill, außerdem wurde ein Lagerfeuer angefacht. Es war also noch bis in die späten Abendstunden (oder frühen Morgenstunden?) sehr gemütlich.

Morgens hiess es dann früh aufstehen, denn der Start für die ersten Fahrer war um 7.30 Uhr angesetzt. Die Reiter folgten ab 7.45 Uhr. Frühstück gab es in der Sportstätte – nur die Brötchen kamen für einige Frühaufsteher etwas zu spät. Unter den ca. 60 Startern waren so prominente Namen wie Dr. Gabriela Förster mit Zaim und Ulrike Pottrick.

Ein Blick zum Himmel kündigte herrliches Reitwetter an: wolkenlos, die Sonne kam heraus, etwas Wind. Endlich wieder Frühlingswetter! Die Strecke war wunderschön. Es ging zuerst Richtung Bleicherode, wo die Schrittstrecke war. Danach auf schönen Wiesenwegen und wenigen Schotterwegen die Berge rauf und runter.
Auf der ersten Runde musste man etwas aufpassen, denn zum Teil waren die Graswege noch rutschig durch den Morgentau. Der Vet-Check war vor einer Strassenüberquerung, also für Trosser sehr gut zu erreichen. Wasser war nicht nur am Vet-Check und an der Radarkontrolle ausreichend vorhanden, sondern auch noch an Streckenposten unterwegs. So konnte man auch bei dem wärmer werdenden Wetter gut ohne Tross reiten.
Pause war dann für die Teilnehmer des 60km Rittes bzw. der Fahrt wieder an Start und Ziel. Die Pferde wurden den Tierärzten vorgestellt und man konnte dann für die Pause zu den Paddocks gehen. Die Pause und die Vet-Checks bzw. Radarkontrolle waren prima organisiert, jeder wusste, was er zu tun hatte.

Das Tempo war im Vergleich zu den Vorjahren höher, es lag bei den Siegern des 60km Rittes unter T 4. Nach dem Ritt konnten Reiter, Fahrer und Trosser den leckeren Mutsbraten mit Zaziki genießen, oder andere Leckereien von Bratwurst bis Kuchen. Die Verpflegung war prima! Die Sonne schien, es war schön warm – also ein schöner Tag und eine super Veranstaltung.

Die Siegerehrung fand dann pünktlich um 17 Uhr statt. Ulrike hatte viele Sponsoren gewinnen können, uns so gab es für alle Teilnehmer Preise. Besonders schön: jeder konnte sich aussuchen, was er haben wollte.
Es gab Futtersäcke, Abschwitzdecken, Schabracken und vieles mehr. Statt der üblichen Stallplaketten gab es wieder einen Aufkleber für’s Auto oder den Pferdeanhänger. Eine weitere tolle Idee fand ich, dass die Möglichkeit bestand, eine Foto-CD mit allen während des Rittes von Helfern gemachten Fotos zu bestellen.

Also, super Wetter, super Strecke, super Veranstaltung. Vermutlich werden im nächsten Jahr noch mehr Leute nennen für Kraja!

Yvonne Kirstan